Hausärzte und Pflegekräfte gewinnen

21.03.2018
Gesundheitsregion plus zieht im 6. Fortschrittsbericht Bilanz über die Arbeit des letzten halben Jahres

Laut der Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion plus, Lena Ullrich, hat die Gesundheitsregion plus auch im letzten halben Jahr ein hohes Tempo angeschlagen; alle Mitglieder arbeiten engagiert und zielstrebig zusammen. Wie sie im Gesundheitsforum am vergangenen Mittwoch sagte, entwickele man sich vor allem im Bereich der Hausärzte- und Pflegekräftegewinnung weiter.

Die Arbeitsgruppe Gesundheitsversorgung erarbeitete sechs Bausteine zur Hausarzt-gewinnung, aus denen ein abgerundetes Gesamtkonzept erstellt wird. Ziel ist es, dass Medizinstudierende und angehende Medizinerinnen und Mediziner im Landkreis ein umfassendes Informations-, Beratungs-, Betreuungs- und Ausbildungsangebot erhalten und sämtliche praktische Ausbildungen während des Studiums sowie die Facharztweiterbildung hier absolvieren können. Laut dem Vorsitzenden des Ärztlichen Kreisverbandes, Jörg Frieß, hätten sich zehn Ärztinnen und Ärzte für die Vorstellung des Berufes in den Gymnasien gemeldet und ein Konzept entwickelt. Weitere Bausteine, etwa ein eigenes attraktives Famulaturprogramm, studiumsbegleitende Patenschaften oder die Bewerbung des Weiterbildungsverbunds, sollen weiter vorangebracht werden.

Auch das im Rahmen der Arbeitsgruppe Pflege, Palliativ- und Hospizversorgung im März 2017 gegründete PflegeNetz hat sich weiter etabliert. Mit 29 Gesundheits- und Pfle-geeinrichtungen sind fast alle Einrichtungen im Landkreis Mitglied. Im letzten halben Jahr fanden unter anderem zwei erfolgreiche Pflegetalks für die Pflegekräfte statt – einmal mit 130 Pflegekräften in Kleinwallstadt und jüngst mit über 280 Gästen in Elsenfeld mit der Schweizer Ordensschwester Liliane Juchli. Laut Beate Höltermann, Leiterin der Arbeitsgruppe Pflege, Palliativ- und Hospizversorgung und Leiterin der Berufsfachschule für Altenpflege Erlenbach, arbeite das PflegeNetz an einem Ausbildungskonzept für Praktikantinnen und Praktikanten sowie einem Schulkonzept mit vielen praktischen Anteilen, um junge Menschen für eine Ausbildung in der Pflege zu gewinnen.

Aus der Arbeitsgruppe Gesundheitsförderung und Prävention berichtete deren Leiter Uwe Eisner, Geschäftsführer der Therapiezentren „Gesundheitstrainer“, dass man in das Handlungsfeld „Gesundheitliche Chancengleichheit“ eingestiegen sei und der Beitritt zum bundesweiten Partnerprozess „Gesundheit für alle“ geprüft werde.

Auch personelle Veränderungen wurden in der Sitzung bekannt. So hat der ehemalige Bundesabgeordnete und Patientenbeauftrage der Bundesregierung, Wolfgang Zöller, seine Beratertätigkeit für die Gesundheitsregion plus aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Laut dem Vorsitzenden des Forums, Landrat Jens Marco Scherf, habe Zöller wie kein anderer die Gesundheitsregion plus mit großem Einsatz und Engagement gefördert, tatkräftig unterstützt und wesentlich mitgeprägt. Seine Demission sei ein großer Verlust. Er und die Mitglieder des Gesundheitsforums und der Gesundheitsregion plus dankten Wolfgang Zöller für sein Engagement und wünschten ihm gesundheitlich alles Gute.

Weiterhin verabschiedete der Landrat Norbert Jäger, Geschäftsführer der Helios-Kliniken Erlenbach-Miltenberg, der Ende März seine Tätigkeit aufgibt. Scherf dankte Jäger für seine gute und konstruktive Zusammenarbeit.

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